Jahrgangsübergreifendes Lernen in der SEP

Kinder, die bei uns eingeschult werden, lernen in der Schuleingangsphase (SEP) gemeinsam mit bereits erfahreren Laurentiusschülern. Laut Schulgesetz NRW können Kinder die SEP in ein, zwei oder drei Schuljahren durchlaufen.

Unsere Ziele, die wir im jahrgangsübergreifenden Lernen verfolgen

  • Der Übergang vom Kindergarten in die Schule verläuft sanfter. Kinder lernen von Kindern, so dass sie schnell in die vorgelebte Situation hineinwachsen. Die Älteren regen die Jüngeren an, führen sie in die täglichen Rhythmen und Rituale ein und machen sie durch das eigene Tun mit Aufgabenformaten bekannt. In freien Arbeitsphasen und beim geöffneten Arbeiten können die Kinder gemeinsam auf unterschiedlichen Niveaus an einer Sache arbeiten.

 

  • Für die älteren Kinder hat die Jahrgangsmischung den Vorteil, dass sie den Jüngeren vieles zeigen können. Dabei erinnern sie sich an ihren eigenen Schulanfang und stellen ihre eigenen Entwicklungsfortschritte in der Differenz fest. Gelerntes wird vertieft, wenn sie es rückblickend wiederholend den Neuen erklären.

 

  • Jahrgangsübergreifendes Arbeiten fördert den Erwerb sozialer Kompetenzen und die Bereitschaft der Kinder zu kooperieren. Die Älteren setzen sich in der Rolle der Hüter und Vermittler von Regeln mit diesen noch einmal vertieft auseinander. Die Jüngeren nehmen die Regeln in der persönlichen Auseinandersetzung von den Älteren leichter an als in einer Lehr-Lern-Situation.

 

  • Kinder können die Schuleingangsphase in einer jahrgangsgemischten Gruppe so schnell sie können durchlaufen. Wenn sie dann nach einem, zwei oder drei Jahren in die dritte Klasse wechseln, tun sie das immer in Begleitung einiger MitschülerInnen. Während ihrer Verweildauer in der Schuleingangsphase werden sie weder versetzt, noch zurückgestuft. Die ganz schnellen LernerInnen müssen keine Klasse überspringen. Vielmehr lernt jedes Kind auf seinem Niveau in der Stammgruppe.

Zur Organisation

  • Der Unterricht ist so angelegt, dass die Kinder nicht nebeneinander, sondern miteinander in Übungsphasen, Projekten oder gemeinsamen Vorhaben arbeiten. Jedes Kind wird herausgefordert. Es gibt bei den Aufgaben keine Unterscheidung nach Jahrgängen, sondern nach dem Schwierigkeitsgrad. Die Lehrkraft lässt es zu, wenn ein Kind sich vermeintlich zu schwierige oder zu leichte Aufgaben nimmt, unterstützt aber die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung.

 

  • Von der Sitzordnung kann man nicht auf die Jahrgangszugehörigkeit schließen, vielmehr sitzen Kinder aus dem ersten Schulbesuchsjahr, aus dem zweiten und dem dritten gemischt.

 

  • Nicht nur die jüngeren Kinder profitieren von den älteren, auch umgekehrt wird deutlich, welchen Gewinn die Jüngeren für die Älteren darstellen. Es sind dafür Helferstrukturen eingeführt, die sich nicht nach dem Alter der Kinder richten.

 

  • Die Kinder fühlen sich in der Stammgruppe heimisch. Man spürt, dass die Gruppe eine Lerngemeinschaft ist. Um dieses Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, gibt es integrierende Strukturen wie Morgen- und Schlusskreise, in denen der Tag geplant oder eine Arbeitsrückschau vorgenommen wird.

Laurentiusschule

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