"Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben

und das der Gemeinschaft betreffen,

zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden."

(Richard Schröder)

Demokratie leben und lernen

Demokratie leben lernen fängt am Beginn des Lebens an, es ist das Hineinwachsen in soziale Verantwortung mit größtmöglicher individueller Freiheit. Diesen Prozess wollen wir pädagogisch fördern,  weil die kindliche Neugier und das Lernpotenzial in der Lebensphase der Grundschulkinder besonders groß sind.

 

Dabei ist die Beteiligung unserer Kinder der Schlüssel zu demokratischem Handeln. Beteiligung gehört zu den Grundrechten von Kindern. Indem die Kinder ihr Recht ausleben, sich an der Gestaltung des alltäglichen Zusammenlebens zu beteiligen und an den wichtigen Entscheidungen  mitzubestimmen, wachsen sie in eine demokratische Alltagskultur hinein.

 

Partizipation in der Schule gehört zu den zentralen Aufgaben der Qualitätsentwicklung, sie ist Schlüssel zu Bildung und Demokratie. Die Bildung unserer Kinder ist ohne die Beteiligung der Kinder nicht zu haben.

 

Daher setzen wir uns folgende Ziele:

  • Die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen für sich, für andere und den Umgang miteinander.
  • Die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen für die Schule als Lern- und Lebensort.

Grundrechte in der Laurentiusschule und unsere Regeln innerhalb der Lerngruppe

Für alle Kinder und Lehrerinnen in der Laurentiusschule gelten folgende Grundrechte:

  • Jeder Schüler, jede Schülerin hat das Recht in Ruhe zu lernen und zu leben.
  • Jeder Lehrer, jede Lehrerin hat das Recht störungsfrei zu unterrichten.
  • Jeder achtet die Rechte des anderen.

In jeder Lerngruppe sind die Grundrechte präsent.

Außerdem gelten in jeder Lerngurppe interne Klassenregeln, die gemeinsam erarbeitet und im Klassenrat abgestimmt werden.

Umgang mit Konflikten untereinander (auch außerhalb der Lerngruppe)

Die Kinder lösen Konflikte selbstständig mittels Streitberatung. In jeder Klasse gibt es zwei Streitberater. Sie werden von den Kindern der jeweiligen Klasse für etwa zwei Wochen bestimmt. Jeder kann Streitberater werden.

 

Bei der Streitschlichtung  benutzen die Kinder die Giraffensprache und gehen dabei wie folgt vor:

1. Ich sage, was mich stört.

2. Ich sage, was ich fühle.

3. Ich sage, was ich mir vom anderen wünsche.

Klassenrat

In jeder Klasse gibt es einen Klassenrat. Er tagt immer freitags in der letzten gemeinsamen Stunde mit der Klassenlehrerin.

 

Unser festgelegter Ablauf

  • Ein Schüler übernimmt die Leitung und eröffnet den Klassenrat
  • Positive Runde
  • Rückblick
  • Gesprächsanliegen

Gemeinsames Klassenvorhaben

Konfliktsituation

  • Gemeinsame Planung - Treffen von Absprachen - Beraten möglicher Konfliktlösungen

OGS-Ausschuss in der Offenen Ganztagsschule

Einmal monatlich bzw. bei Bedarf treffen sich die gewählten Kinder unseres OGS-Ausschusses zum OGS-Rat. Auch hier gibt es einen ritualisierten Ablauf:

  • Überprüfen der geltenden Regeln
  • Leeren der Beschwerde- bzw. Wünschekiste
  • Treffen von Vereinbarungen

 

Streitberater in der Offenen Ganztagsschule

Zu Beginn jeden Halbjahres wählen alle OGS-Kinder aus ihrer Mitte zwei Streitberater, die bei der Streitschlichtung unterstützen. 

Laurentiusschule

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