Mathe 2000

Mathematik lernt man nur durch Mathematik.

 

Ein fachlich schlüssiges Konzept gibt in der Mathematik den größten Ausschlag für die Lernerfolge der Kinder. Das Projekt "Mathe 2000", nach dem wir in der Laurentiusschule arbeiten, zielt darauf, zeitgemäße Formen des Lehrens und Lernens von Mathematik umzusetzen.

Gefordert sind bereits seit Beginn der achtziger Jahre weltweit für den Mathematikunterricht eine stärkere Förderung der Eigenaktivität und der sozialen Kommunikation der Kinder. Mathematik wird heute als lebendige "Wissenschaft von Mustern und Strukturen" gesehen. [1]

 

Der Unterricht orientiert sich dabei weniger an der fertigen Mathematik, sondern eher an den individuellen und sozialen Prozessen, die zu mathematischem Wissen führen. Dabei müssen sich die lernenden Kinder ihren Weg zu Erkenntnissen erst bahnen, da diese Prozesse naturgemäß nicht glatt verlaufen. Fehler sind dabei unvermeidlich.

 

Die in "Mathe 2000" entwickelten innovativen Lernumgebungen für den Mathematikunterricht fördern einerseits allgemeine Fähigkeiten wie eigenständiges Denken, selbst gesteuertes Lernen, die Nutzung neuer Medien und Teamfähigkeit, sichern aber andererseits auch mathematische Grundfertigkeiten wie beispielsweise das Einmaleins.

 

Die zentralen Inhalte der Arithmetik (Einspluseins, Einmaleins, halbschriftliches Rechnen und schriftliche Rechenverfahren) und deren Anwendungen  auf das Sachrechnen machen dabei nach wie vor den Kern des Unterrichts aus. Die Geometrie wird zudem von Beginn gepflegt, da wir aus der modernen Hirnforschung wissen, dass diese die Arithmetik und das Sachrechnen positiv beeinflusst. Die mathematischen Grundideen der Inhaltsbereiche werden nach dem Spiralprinzip immer wieder im Unterricht aufgegriffen, vertieft und auf den folgenden Kompetenzstufen weitergeführt.

Die Kinder lernen auf diese Weise nachhaltig, da sie in die Mathematik hineinwachsen.

 

Das Grundkonzept des Zahlenbuchs fußt auf dem Projekt "Mathe 2000". Zurzeit arbeiten unsere Schülerinnen und Schüler mit den vielfältigen Arbeitsmaterialien und -mitteln, die zur Arbeit mit dem Zahlenbuch entwickelt sind. Allerdings verzichten wir auf das Schülerbuch. Die Arbeit nach dem Projekt "Mathe 2000" ermöglicht den Kindern eigene Wege zu gehen, ihr Tempo selbst zu bestimmen und auf diese Weise ihr Vorwissen optimal einzusetzen. Die Kinder erhalten möglichst viele Gelegenheiten zum selbsttätigen Lernen in allen Phasen des Lernprozesses. Die Reihenfolge, in der einzelne "Wissensfäden" geknüpft werden, darf dabei variieren. Durch das schlüssige Konzept und die Begleitung durch die Lehrkraft sorgen  wir dafür, dass trotz der individuellen Unterschiede während des Lernprozesses am Ende gemeinsames Wissen vorhanden ist.

Fördern und Fordern

Das Projekt "Mathe 2000" basiert auf dem Aufbau von Verständnis. Was wir verstanden haben, können wir besser anwenden und behalten. Neben dem Rechentraining geht es uns somit vorrangig um Üben im Hinblick auf Verständnis, was Kindern, die sich mit der Mathematik schwerer tun, unterstützend entgegenkommt.

 

Die Arbeitsmittel und -materialien zum Zahlenbuch trainieren konsequent grundlegende Zahl-, Größenvorstellungen und Zahlbeziehungen, die wir begleitend in Kleingruppenarbeit immer wieder thematisieren.

 

Bei der Arbeit nach dem Projekt "Mathe 2000" besteht während des Erwerbs der Kenntnisse und Fertigkeiten, die für das weitere Lernen notwendig und verbindlich sind, durchgängig für die Kinder ein Spielraum bei der Auswahl der Aufgaben, der Wahl der Rechen- und Lösungswege und der Form der Darstellung. Wir legen Wert auf die Sicherung von Basiskompetenzen durch die Blitzrechenkurse oder das Sachrechnen im Kopf. Die mathematischen Angebote beginnen immer auf der unteren Anforderungsstufe reichen aber bis in die höchste Anforderungsstufe hinein. Die Kinder kommen bei der Bearbeitung dieser Angebote unterschiedlich weit. Dies ist aber kein Problem, denn ihre mathematischen Kräfte werden auch gesteigert, wenn sie sich mit Aufgaben auf der unteren Anforderungsstufe beschäftigen.

 

Durch Knobelaufgaben, Denkaufgaben und Zahlen-Expeditionen versuchen wir, die Kinder immer wieder zum selbstständigen Umgang mit der Mathematik anzuregen. Wir legen großen Wert darauf, dass Lernangebote sich an alle richten, aber von jedem Kind nach seinen individuellen Möglichkeiten wahrgenommen werden können und dürfen und alle am sozialen Austausch über Ergebnisse von mathematischen Entdeckungen teilhaben.

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[1]  S. dazu Wittmann, E. Ch. & Müller, G.N. (2004): Muster und Strukturen  als Grundkonzept. In: Walter, G. et al.: Bildungsstandards konkret Berlin: Cornelsen Scriptor 2007, 42-65

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